Verfasst von: eltribe | August 30, 2008

Urlaub in Oregon und Washington

OK, hier wie angekuendigt ein kleiner Bericht zu unserem Urlaub. In ein paar Tagen fuege ich dann auch noch Bilder hinzu!

Los ging es am Samstag, 16. August und zurueckgekommen sind wir am Sonntag, 24. August.
Unsere Route ging von Santa Clara nach Norden, an der Kueste von Oregon hoch bis nach Olympia in Washington. Von da aus nach Port Angeles zum Olympic National Park und weiter mit der Faehre von Bainbridge Island nach Seattle. Dann weiter ueber Portland zum Crater Lake und schliesslich wieder nach Santa Clara. Nach unseren ganzen Ausgaben seit der Auswanderung (Auto, Wohnungseinrichtung, etc.) wollten wir nicht so einen teuren Urlaub machen und ausserdem um mehr Zeit in der Natur zu verbringen auch viel campen. Ist uns beides einigermassen gut gelungen, gekostet hat der Urlaub insgesamt ca. 1600$, zwar nicht gerade wenig, aber geht noch so gerade. Wegen teilweise schlechten Wetters an der Kueste haben wir auch nur mal 3 mal gecamped, die anderen 5 mal hatten wir ein Hotel.

Hier eine ungefaehre Kostenaufstellung:
– Benzin (2200 Meilen): 350$ bei Benzinpreisen um 4$/Gallone.
– Hotels: 500$ fuer 5 Naechte.
– Verpflegung: 500$ fuer 9 Tage.
– Campgrounds: 100$ fuer 3 Naechte inklusive Holz fuers Feuer.
– Kleidung, Souvenirs, Sonstiges: 150$.

Hier mal meine persoenlichen High- und Lowlights:
Top:
– Seattle. Vor allem mit der Faehre hinfahren, Downtown und die Underground Tour. Gefaellt mir vom ersten Eindruck evtl. sogar besser als San Francisco, aber das ist knapp.
– Beim campen abends Feuer machen und ein Camperessen kochen
– Crater Lake. Man kann zwar nicht viel machen, ausser sich den tiefdunkelblauen See ansee-hen (daher uebrigens auch das Wort) und es ist von fast ueberall herkommend ein grosser Umweg, aber es lohnt sich. Auch die Umgebung drumherum ist schoen, also – wenn man die Zeit hat – angucken!
– Oregon Sand Dunes. Meiner Meinung nach das Beste an der Kueste Oregons. Bis zu 100 Meter hohe Sandduenen, durch die man durchlaufen kann. Man kann sich auch Buggies ausleihen und durchfahren, das haben wir aber nicht gemacht.
– Natur in Oregon und Washington. Sehr kontrastreich zu Kalifornien, wenn auch fuer uns als Deutsche nichts komplett neues. Viel gruen, viele Nadelwaelder, schoene Seen, eine lange und unbebaute Kueste, schoene State und National Parks.

Mittel:
– Olympic National Park. Ein bisschen durch das schlechte Wetter getruebt, den Gipfel des Mount Olympus zum Beispiel konnten wir nicht sehen. Wir hatten auch nicht genuegend Zeit, um uns alle Teile anzusehen. Das was wir gesehen haben war auf jeden Fall cool (Regenwald!), insofern bei besserem Wetter und mit mehr Zeit auf jeden Fall unter Top einzuordnen. Vielleicht kommen wir ja nochmal wieder.
– Viel Autofahren. Wir wollten natuerlich in der kurzen zur Verfuegung stehenden Zeit viel sehen. Dadurch dass es bis nach Seattle hochging sind wir insgesamt in 9 Tagen 2200 Meilen, also 3500 Kilometer gefahren. Durchschnittlich also ca. 400 Kilometer am Tag. Es ist zwar meistens schoen, ueber amerikanische Strassen (wenn es nicht gerade die Interstate ist) zu fahren, etwas weniger waere aber auch OK gewesen.
– Hotels in Oregon und Washington. Als wir 2004 durch die USA gereist sind haben wir in Kalifornien, Utah und Arizona etwas abseits der Haupttouristengebiete eigentlich immer ganz gute Hotelzimmer fuer 50 – 80$ bekommen. Dieses mal war es fuer ungefaehr die gleiche Qualitaet schon bei 80 – 110$. Aber das ist wohl ganz einfach die allgemeine Preissteigerung. Die Zimmer waren meistens so mittelmaessig, sauber genug waren sie und ein akzeptables Fruehstueck war auch jeweils dabei. Deutlich hervor sticht auf jeden Fall das Sheraton Seattle, das wir ueber Priceline fuer 130$ fuer eine Nacht bekommen habe. Top Zimmer und mitten in Downtown! Allerdings Valet Parking fuer 34$ pro Tag (!). Priceline kann ich in den meisten Faellen nur empfehlen, man muss sich aber vorher ein bisschen informieren. Wenn Interesse besteht kann ich dazu mal einen Beitrag schreiben.

Schlecht:
– Nachts ohne Schlafsack im Zelt frieren. Da waren wir nicht so optimal vorbereitet und dachten, 3 Decken reichen schon im August. Nachts wurde es aber richtig kalt, so dass die Zeltnaechte nicht gerade optimal waren.
– Regen an der Kueste Oregons. Kaum hatten wir Kalifornien verlassen fing es auch schon an, zu regnen. Zwischendurch hat es zwar immer mal wieder aufgehoert, insgesamt war es aber deutlich zu viel Regen, Nebel und bewoelkter Himmel. Insofern konnte mich die Oregon Coast insgesamt auch nicht richtig begeistern.
– Aberdeen, Washington. Die mit Abstand haesslichste Stadt der Welt. Scheint sehr stark vom Wandel der Industrie betroffen zu sein und mittlerweile stehen in der Innenstadt nur noch alte, baufaellige Haeuser und die Stadt ingesamt scheint fast ausgestorben zu sein. Wir sind dann Abends um 8 Uhr doch noch weiter nach Olympia gefahren, was schon deutlich schoener ist.

5 Mal Top, 3 Mal Mittel und 3 Mal Schlecht also. Insgesamt ein schoener Urlaub, bei dem wir viel Neues gesehen haben und der einfach anders als unsere vorherigen Urlaube war. Fuers naechste Mal haben wir uns dann aber jetzt unsere Woche entspannenden Hotelurlaub in Mexiko, Hawaii oder Las Vegas verdient 😉

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Responses

  1. interessant, danke.

    bald muesst ihr wieder koffer packen, aber fuer deutschland!

  2. Toll, danke!

    Aber das mit dem Regen in Oregon sollte man doch wissen, oder? Auf jeden Fall habt ihr mir damit bestaetigt was ich bis jetzt in dieser Beziehung von Oregon gehoert habe.

  3. Naja, das mit dem Regen muss man nicht unbedingt wissen. Denn eigentlich heisst es, dass das Wetter in den Sommermonaten ziemlich stabil und sonnig ist. Darauf haben wir gebaut.

    Aber auch so war es ja schoen. Eventuell sehen wir die Kueste Oregons ja auch noch mal im Sonnenschein.

  4. wir haben den Regen hier in Oregon vor allem, damit wir nicht mit Zuzueglern aus California ueberschwemmt werden.
    Der beste Reisemonat an die Kueste ist im September.
    Dass es im August egregnet hat, ist das erste Mal, seit wir hier wohnen, seit 1993. Normalerweise regnet es ueberhaupt nicht im Juli und August, und nur sehr wenig ab Mai
    Gruesse aus Coos Bay

  5. Dank dir, nun endlich habe ich dies kapiert 🙂


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