Verfasst von: eltribe | Juni 28, 2008

Erkenntnisse aus 9 Monaten Kalifornien

Ein paar gesammelte Erkenntnisse aus 9 Monaten Kalifornien Teil 1:

– Der Apartmentbewohner im allgemeinen sucht sich zwar ein Apartment mit Pool, benutzt diesen aber nicht, auch nicht bei 30 Grad und Sonnenschein am Wochenende.
– 25-jaehrige Asiaten koennen sich die neuesten BMWs und Hondas mit Sonderausstattung leisten und lassen die Motoren vor Schlafzimmerfenstern gerne nachts 10 Minuten laufen.
– Man kann immer ueber Benzinpreise jammern. Egal ob sie bei umgerechnet 0,80 Euro pro Liter wie hier sind oder bei 1,60 pro Liter wie in Deutschland.
– Malls sind die Downtowns der Zukunft (leider).
– Ein Lunch special im Restaurant ist billiger als das gleiche Essen zu Hause zu kochen.
– Feueralarm ist laut und weckt einen auch um 3:00 Uhr nachts. Zum Glueck war es nur ein halbverkohlter Balkon und kein Grossbrand. Der Feueralarm ging trotzdem fuer ca. 30 Minuten und alle Apartmentbewohner haben sich in Schlafsachen am Pool versammelt.

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Responses

  1. Ist es im Moment wirklich so krass mit den Spritpreisen und den Folgen daraus? In den deutschen Medien wird zur Zeit einiges berichtet das die gesamte Autoindustrie wohl so langsam den Bach runter geht in den USA. Neulich kam erst ein Bericht aus Detroit, ich war richtig erschüttert.

    In Californien ist ja wohl leider auch wieder die Hölle los in Sachen Bränden, habt ihr da Infos?

    Danke.

    Viele Grüße von eurem Stammleser,
    Tobias

  2. Ich antworte einfach mal ungefragt 😉

    Benzin: Natuerlich ist das krass: Wenn sich innerhalb eines Jahres die Kraftstoffkosten verdoppeln, hat das natuerlich einen Effekt auf das Budget jeden Haushalts. Dabei ist es egal, ob es woanders auf der Welt noch teurer ist. Relevant ist, dass es sich verdoppelt hat. Verschaerfend kommt hinzu, dass bedingt durch die Inflation in den USA (schwacher Dollar), die Preise allgemein ansteigen, der Amerikaner an sich mehr auf Pump lebt (Mortgage auf das Haus, 2 Autos auf Pump/Leasing, Creditcard (richtige Creditcard – nicht das, was es in Deutschland gibt)) dann hat eine derartige Preiserhoehung und Verknappung des ohnehin knappen Budgets in den Haushalten einen dramatischen Effekt.

    Was die US Autoindustrie anbelangt, so wuerde ich nicht sagen, dass allein der Dollar oder das teure Benzin and der aktuellen Entwicklung schuld ist. Die grossen drei in Detroit (GM, Ford, Chrysler) haben einfach die Entwicklungen der letzten Jahre verschlafen und sich zum einen weiterhin auf grosse Autos konzentriert (das raecht sich jetzt) und koennen zum anderen nicht mit der Qualitaet und Optionen vor allem bezueglich Innenaustattungen mit dem Wettbewerb konkurieren. Erschwerend kommt hinzu, dass die UAW (die Gewerkschaft der Autobauer) Detroit fest im Griff hat, waehrend Hersteller wie Toyota oder auch BMW und jetzt Volkswagen, sich den Standort ihrer Fabriken in den USA aussuchen koennen – und UAW Terretorium meiden wie die Pest. Das ist natuerlich ein Marktvorteil dieser Autobauer gegenueber den „Big 3“.

    Waldbraende hier: Es ist eigentlich sehr schlimm. Je nachdem wo man wohnt hat man staendig irgendwelche Rauch und Dunstschwaden um sich. Von den Folgen fuer die Bewohner der Gebiete ganz zu schweigen.

  3. Beim Feueralarm kann ich voll mitfuehlen. Die sind hier einfach penetrant laut. Ich bin nur noch nicht sicher was der Zweck ist. Einem mit Sicherheit aufwecken oder aus dem Haus scheuchen?

    Dann quatsche ich hier auch noch schnell rein zum Benzinpreis und den Problemen hier.

    Problem No 1: Der sinkende Dollar wirkt ausserhalb der USA dem hohen Rohoelpreis entgegen und macht es dort etwas ertraeglicher.

    Problem No 2: In den USA sind weniger Steuern im Benzinpreis enthalten und deshalb schlaegt der Anstieg im Rohoel staerker durch auf den Endpreis. Als Beispiel: Am 27.08.07 zahlte ich noch $2,67 und nun $3,99. Pro Gallone versteht sich aber das sind trotzdem knappe 50% mehr innert nicht einmal einem Jahr. Solche Aufschlaege muss man in DE nicht verkraften.

    Problem No 3: In Amerika sind die Arbeitswege (aus den Suburbs) laenger.

    Problem No 4: In der Garage steht fuer diesen Arbeitsweg ein (nun) zu grosses Auto.

    Das haut alles zusammen gleich 3-4 fach aufs Budget.


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