Verfasst von: eltribe | Juni 19, 2008

Amerikanisierung

Wenn man fuer eine Zeit in einem Land lebt passt man sich selber ja automatisch ein bisschen an die Gepflegenheiten an. Auch wir merken das schon teilweise.

In einem frueheren Post habe ich mal geschrieben, dass ich es hasse, hier immer von Plastiktellern und mit Plastikbesteck zu essen. Daran habe ich mich mittlerweile gewoehnt und finde es OK. Jetzt hasse ich nur noch Styroporteller und -becher. Ich denke nur ungerne an unser Fruehstueck im Hotel beim Yosemite Nationalpark zurueck, wo wir frische Waffeln mit Ahornsirup von Styroportellern gegessen haben. Klingt ja eigentlich nicht schlecht, die Waffeln waren schon lecker, nur dass beim Schneiden immer etwas Styropor abgesplittert ist, welches man dann zwangslaeufig mitgegessen hat, war doch etwas abstossend. Ich frage mich, wann jemand auf die glorreiche Idee kommt, Styroporgabeln und -messer herzustellen. Da wird dann jedes Essen ein „Genuss“.

Dann sprechen wir beide natuerlich noch akzentfreies Deutsch, aber gerade durch den haeufigen Gebrauch von Englisch bei der Arbeit und mit Bekannten kommt es vor, dass man einzelne Woerter schon fast automatisch auf Englisch sagt, auch wenn man eigentlich gerade Deutsch spricht. Auch andersrum passiert das teilweise, was meine Kollegen dann ab und zu schon mal nicht verstehen laesst, wovon ich gerade spreche. Ich denke das ganze passiert in Phasen. Erst konzentriert man sich so darauf, Englisch zu sprechen, dass man nichts durcheinander mischt, dann automatisiert sich das langsam, wodurch sich Fehler einschleichen und in der letzten Phase kann man hoffentlich dann wieder perfekt zwischen Deutsch und Englisch hin- und herschalten 😉

Bei ein paar anderen Sachen passt man sich dann natuerlich ganz automatisch an. Man kommt hier einfach schlecht ohne Auto klar und so faehrt man dann auch fast ueberall hin mit dem Auto, auch wenn es nur ein paar hundert Meter sind.

Ansonsten faellt mir jetzt gerade nicht viel ein, demnaechst eventuell noch mehr.

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Responses

  1. hallo, hast du ein msn kontakt? Ich wuerde gerne mal ein bisschen mit dir plaudern ueber das leben in den usa.
    ich habe dort mein flitterwochen verbracht (CA-AZ-UT-NV)
    Gruss

  2. Hallihallo,

    bislang war ich gelegentliche stille Mitleserin.

    Was Ihr in Eurem heutigen Post beschreibt, kann ich nur bestaetigen. Ich habe seinerzeit 2 Jahre in den USA gelebt und fast ausschliesslich englisch gesprochen. Als ich nach 2 Jahren nach Deutschland zurueckkam, hatte ich im Deutschen echte Wortfindungsstoerungen!

    Jemand Fremdes fragte mich kurz nach meiner Rueckkehr nach dem Weg. Als ich ihm die gewuenschte Beschreibung gab, fragte mich der aeltere Herr, ob ich Amerikanerin sei. Verdutzt schaute ich ihn an und fragte, wie er denn darauf kaeme. Er entgegnete, ich haette so einen amerikanischen Akzent!

    Euch weiterhin eine schoene und spannende Zeit in den USA.

    LG aus NRW

    Anja

  3. Hi,

    @Anja: Ich hoffe ja eigentlich, dass es bei uns nicht so sein wird 😉 Wobei wir hier ja zu zweit sind und miteinander natuerlich Deutsch reden, deshalb glaube ich ist die Gefahr da geringer.

    @manuel: MSN habe ich nicht. Du kannst mir aber gerne eine E-Mail schreiben an mail (at) janseidel.net


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