Verfasst von: eltribe | Mai 16, 2008

Jobinterviews und Arbeit im Silicon Valley, Ca

Das Thema „Arbeiten in den USA“ wird wohl die meisten Besucher hier interessieren. Deshalb werde ich mal ein paar meiner Eindruecke schildern. Mir ist naemlich aufgefallen, dass ich dazu noch fast gar nichts geschrieben habe.

Fangen wir also mal mit den Bewerbungsgespraechen an:
Ueblicherweise ist es ja so, dass man sich auf irgendeine ausgeschriebene Stelle bewirbt und an die Firma dann seine Bewerbungsunterlagen – das sind Resume und Cover Letter – schickt. Weitere Unterlagen werden erstmal nicht benoetigt (das ist zumindest meine Erfahrung). Wenn man dann das noetige Glueck hat und die Stelle noch offen ist, die verantwortlichen Personen denken, dass man gut passen koennte und also ein Grundinteresse der Firma da ist, dann kommt erst einmal ein Anruf um einen Termin fuer ein Telefoninterview abzusprechen. Das eigentliche Interview ist also nicht direkt am gleichen Tag, man hat schon ein paar Tage Zeit, sich vorzubereiten.

Also, naechster Schritt: Das Telefoninterview. Ueblicherweise ruft ein Mitglied des Teams an, in das beitreten soll und fragt einen grob ueber die bisherige Erfahrung und das fachliche Wissen aus. Das dauert ca. 30 Minuten und dient dazu, festzustellen, ob man zu einem „richtigen“ Vorort-Interview eingeladen wird. Ist dies der Fall, meldet sich die Firma kurz darauf und man macht fuer ein paar Tage spaeter einen Termin ab.

Naechster Schritt: Vorort-Interview. Man faehrt bei der Firma vorbei und spricht mit ca. 5 – 8 Leuten jeweils fuer 30-60 Minuten. Empfangen wird man erstmal von dem Leiter des Teams in das man einsteigen soll. Der erklaert einem etwas den Ablauf des Tages und dann unterhaelt man sich mit den verschiedenen Leuten, aber jeweils nur mit Einem, also keine brutalen Kreuzverhoere oder so etwas. So ein Gespraech laesst sich ganz gut in gewisse Phasen einteilen, sagen wir bei 30 Minuten sind das 5 Minuten um seinen Background darzustellen (warum moechte man fuer die Firma arbeiten, was sind die Interessen, etc.), 5 Minuten um die bisherige Erfahrung aufzuzaehlen, 10 Minuten um technische Fragen zu beantworten, 5 Minuten bekommt man etwas ueber die Organisation und Arbeit der Firma erzaehlt und 5 Minuten sind Smalltalk. Das Ganze also 5 – 8 Mal, wobei in der Regel auch 1 – 2 Nichttechnische Interviews dabei sind. Die Atmosphaere dabei ist nicht besonders fordernd, aber es kommt natuerlich schon darauf an, einen guten Eindruck zu machen.

Letzter Schritt: Nach den ganzen Interviews wird man dann verabschiedet und die Leute beraten sich, ob sie einen einstellen wollen oder nicht. Ist das der Fall geht es eigentlich ziemlich schnell. Bei mir sah es so aus, dass ich Donnerstag das Telefoninterview hatte, Montag beim Vorort-Interview war, Dienstag die Jobzusage bekommen habe, Sonntag das Job Offer per E-Mail bekommen habe und Mittwoch angefangen habe zu arbeiten.

OK, das ist doch wieder alles laenger geworden als geplant, ueber die eigentliche Arbeit gibt es dann demnaechst einen neuen Eintrag!

Hier noch kurz meine Statistik: 4 Telefoninterviews, 3 Vorort-Interviews, 1 Job. Ein anderes der Vorort-Interviews hat sich noch etwas hingezogen und ich haette noch einmal zu einem weiteren Interview kommen koennen, aber da ich da schon meinen Job hatte, habe ich es sein gelassen.

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Responses

  1. Gratulation! Ging ja richtig fix bei Dir. Da es Sillicon Valley ist, nehme ich mal stark an, dass Du ein Techie bist?

  2. Ja das mit dem Techie ist natuerlich gut geraten 😉 Aber so schnell ging es auch wieder nicht. Angefangen mich zu bewerben habe ich im November, meinen Job hatte ich im Februar. Wobei zumindest ein Monat davon meine eigene Schuld war, da habe ich mich nicht genug um die Bewerbungen gekuemmert.


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