Verfasst von: eltribe | April 5, 2007

The Interview

Heute war es dann soweit! Das Interview beim US-Konsulat in Frankfurt. Zuallererst: Es ist (so gut wie) problemlos gelaufen und wir dürften dann in den nächsten Tagen die Visa in der Post haben. 🙂
🙂

Jetzt etwas detaillierter:
Wir sind schon gestern am Mittwoch aus Bonn nach Frankfurt gefahren, um den Interview-Termin um 8:00 Uhr morgens problemlos zu schaffen. Geschlafen haben wir im „Hotel Alleenhof“ im gleichen Stadtteil wie das Konsulat aber nicht WIRKLICH nach dran. Eigentlich sind Hotel und Konsulat zwar nur durch den Hauptfriedhof von Frankfurt getrennt – aber verdammt – der Hauptfriedhof trägt seinen Namen zurecht und ist extrem groß. Direkter Fußweg dauert also etwas mehr als 20 Minuten, was natürlich geht, aber wenn man morgens um 7 Uhr in Eile ist auch nicht unbedingt die beste Option ist. So haben wir uns um ca. 7:30 bei unserem Hotel ein Taxi bestellt und sind für 7 Euro zum Konsulat gefahren.

Dort mussten wir dann erst einmal eine Nummer ziehen, die wir um 7:45 Uhr bekommen haben. Dann Anstellen zum Einlass, wo jeweils Vierergruppen reingelassen werden und wie im Flughafen durchsucht werden (bzw. eher noch strenger, meinen Autoschlüssel mit batteriebetriebenem Türöffner musste ich da deponieren). Dieses Anstellen war wohl auch die längste Wartezeit heute, es hat nämlich ca. eine halbe Stunde gedauert bis wir beide drin, durchsucht und im letztendlichen Konsulats-Gebäude waren. Es waren nämlich zu der frühen Uhrzeit schon ca. 25 Leute vor uns und nach uns wurde es noch deutlich voller, also schon gut, dass wir relativ früh da waren.
Im Konsulat mussten wir dann erst einmal die Gebühren zahlen, die sich auf insgesamt 1510$ für 2 Personen beliefen. Kein Schnäppchen also… Bezahlen konnten wir mit Mastercard, dort wurde dann aber in Euro abgerechnet mit 0.80€ = 1$ Umrechnungskurs, also schlechter für uns als real, aber nicht viel schlechter. Nach dem Bezahlen hinsetzen, ein paar Minuten warten und zum nächsten Schalter. An dem Schalter sollten wir unsere Pässe und Passfotos abgeben, nur leider wollten sie mein Foto nicht akzeptieren. Dabei war ich einen Tag vorher extra noch beim Fotografen, um das Bild machen zu lassen und habe dem noch die Vorschriften gezeigt. Es hing aber eine Haarsträhne über der oberen Kante meines linken Ohres – und das geht ja nun mal so nicht! Also neues Foto im Automaten für 6 Euro machen lassen. Das war zwar ziemlich nervig, weil der Sitz anscheinend für Kinder eingestellt war und ich keine Möglichkeit zum Verstellen gefunden habe. Naja, habe trotzdem irgendwie ein Foto hinbekommen, das dann auch akzeptiert wurde.

Anschließend haben wir uns eigentlich auf eine ziemlich lange Wartezeit eingestellt. Aber schon nach ca. 15 Minuten Wartezeit ging es zum nächsten Schalter wo ein Konsulatsangestellter unsere Dokumente eingesammelt hat. Einmal das Original vorzeigen und eine Kopie abgeben jeweils. Englische Übersetzungen brauchten wir nicht. Sie wollten noch nicht einmal alles haben, was wir mithatten, abgegeben haben wir letztendlich für mich (Jan) als Hauptantragssteller, der in der Lotterie gewonnen hat: Geburtsurkunde, polizeiliches Führungszeugnis, Abiturzeugnis, FH-Zeugnis, Nachweis über finanzielle Mittel (da hat ein Ausdruck meiner Online-Kontoauszüge gereicht, also nichts beglaubigtes oder so, HÄTTE ich auch einfach am Computer selber erstellen können, habe ich aber natürlich nicht gemacht) und Heiratsurkunde. Für Kirsten als Nebenantragsstellerin nur Geburtszeugnis und polizeiliches Führungszeugnis. Der Angestellte war sehr nett und hat uns noch über ein paar Sachen informiert, wie es jetzt weitergeht, hat uns unter anderem gesagt, dass wir bei der nächsten Einreise in die USA uns in der „US Citizen“ Schlange anstellen sollen und dann hieß es wieder warten.

Aber auch diesmal nur kurze Zeit. 10 Minuten später ging es zum eigentlichen „Interview“, wobei sich dieses Interview eigentlich darauf beschränkte uns zu sagen, dass wir die Visa bekommen, sobald die ärztlichen Unterlagen im Konsulat eingegangen sind. Dann bekommen wir einen großen Umschlag (den wir vorher selber frankieren und an uns addressieren mussten), in dem sich wiederum 2 kleine Umschläge befinden, einer für jeden von uns. Diese kleinen Umschläge dürfen wir nicht öffnen sondern müssen wir dem Beamten an der Grenze geben. Dieser checkt dann alles noch mal, macht uns (hoffentlich) einen Stempel in den Pass und veranlasst die Ausstellung der eigentlichen Greencard, sowie der Social Security Number. Diese wird dann später an die von uns angegebene Adresse in den USA geschickt. Nachdem das dann auch geklärt war, konnten wir das Konsulat schon wieder verlassen und weiter zum Medical fahren. Insgesamt waren wir im Konsulat selber nur von 8:15 bis 9:45, wir hatten uns schon vor Wartezeiten von bis zu 6 Stunden gefürchtet.

Da die Ausdehnung dieses Blogeintrags langsam zu große Ausmaße annimmt, beende ich den Bericht dann für heute erst einmal. Das Medical werde ich morgen auch noch beschreiben, das war aber auch nichts dramatisches.

Wir sind jetzt natürlich superfroh, dass wir bald unsere Visa in den Händen halten und in die USA einwandern dürfen 🙂 Mal sehen, wie das heute noch gefeiert wird!

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